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CORONI meldet sich zu Wort

Mannoman,

was für eine Pleite!

Als ich in der Zeitung gelesen habe, dass die „Zebras“ und die „Pinguine“ ab Mittwoch für drei Tage in die Schule kommen und sich in der Woche darauf mit den „Drachen“ und „Tigern“ abwechseln, habe ich mich so richtig gefreut. 

Das wird ein Fest, dachte ich mir, da kann ich mich endlich so richtig schön ausbreiten und vermehren.

Leider habe ich meine Rechnung wohl ohne die Kinder, ihre Familien und das Plantagen-Team gemacht:

Die Pädagog*innen hatten sich ganz oft getroffen, gemeine Pläne gegen mich geschmiedet und alles heimlich, so vorbereitet, dass ich keine Chance hatte.

In die Schule kamen dann auch noch Kinder, die ziemlich gut Bescheid wussten und deshalb leider unglaublich gute Abwehrtricks gegen mich drauf hatten.

Lehrer*innen, Erzieher* innen und Kinder, die sich ja wochenlang nicht gesehen hatten und vom (…von meinen Freunden fein ausgeklügelten…) plötzlichen Schulneustart vollkommen überrascht wurden, einigten sich in Sekundenschnelle auf Anwendung der 

Top 3:    Abstand halten   –   Händewaschen   –   Niesetikette

Innerhalb von Minuten entwickelte die Kinder-Lehrer-Bande hochwirksame neue Regeln zum Gesund-bleiben in der Schule und übte diese mit einem Rap ein. 

Dass man erstmal besser auf das Singen verzichten soll, wussten die natürlich auch schon, war ja klar.

So ein Mist, damit hatte ich eigentlich fest gerechnet, da in dieser Schule doch sonst immer pausenlos gesungen wird!

Auch mein zweiter Plan ging nicht auf. 

Ich hatte nämlich gedacht, dass die Kinder, nachdem sie so viele Wochen zuhause waren, nun so viel nachholen und lernen müssen, dass sie gar keine Zeit zum ständigen Händewaschen haben.

Aber Pustekuchen! Nicht mit den Kindern der Neuen Grundschule in der Plantagenstraße!!!

Ihre Eltern scheinen wohl so was wie Superkräfte zu besitzen, denn sie schafften es in der Zwischenzeit offensichtlich, ein effektives Homeschooling-Training der Kinder mit ihren Homeoffice-Pflichten, dem Haushalt und der Betreuung jüngerer Geschwister unter einen Hut zu bringen. 

Die Kinder haben ihren Lernschatz prima beschützt und konnten sofort mühelos weiter lernen. Manche – so mussten die Lehrerinnen anerkennend feststellen – haben ihre Fähigkeiten im Homeschooling sogar etwas verbessert!

Also gingen alle während der Lernzeit immer und immer wieder in aller Seelenruhe Händewaschen, auch wenn das durch die Abstandhalterei ziemlich lange gedauert hat.

Aber beim Spielen, beim Spielen kriege ich sie!

Habe ich mir gedacht…

Tja, leider sind diese Kinder sowas von schlau!

Die erfinden ruckzuck einfach Spiele, die man mit Abstand spielen kann oder sie verändern in aller Fröhlichkeit bekannte Spiele eben einfach so, dass es geht.

Ein paar mal bin ich los gehüpft. Ohne Erfolg. Auf dem harten Boden bin ich gelandet.

Das Schlimmste ist, dass die Kids so gut Bescheid wissen über mich.

Ihren Lehrerinnen haben sie außerdem noch coole Forscherfragen gestellt, damit sie noch mehr über mich erfahren und mich so noch besser abwehren können.

Zum Schluss haben alle noch dem Ganzen die Krone aufgesetzt und Bilder von mir angeschaut. 

Schön würde ich aussehen und sehr interessant! Ha, dass ich nicht lache!!!

Aber einen kleinen Erfolg hatte ich schließlich doch noch:

Es gibt jetzt in der Schule sehr wohl ein paar mehr von mir. Ich habe mich nämlich vermehrt: Als Knetgummi-Modell in einer der neuen Glasvitrinen neben dem Sekretariat.

Immerhin!

Ein bisschen netter hättet ihr schon zu mir sein können, finde ich.

Neue Grundschule in der Plantagenstraße, was seid ihr alle bloß für eine fürchterliche Bande!

Eine regelrechte Festung. Pah!

Euer Coroni
(M. Heekeren)

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